Zytologie in der Dermatologie

Epidermale zytologische Diagnostik

Willkommen bei Zytoderm. Informationen, Verfahren und Befunde zur zytologischen Diagnostik in der Dermatologie.

Die EZD kennenlernen

Zytologische Erkenntnisse und Befunde

Hier können zytologisch interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterführende Erkenntnisse und Befunde zur EZD dokumentieren und diskutieren.

Zu den Erkenntnissen und Befunden

Zytologische Verfahren

Ein Überblick über die Verfahren der epidermalen zytologischen Diagnostik.

  • Tape-Zytologie mit transparenten Klebefilmen (TZ)

    Einfach, mit Exprimation (ExZyt), mit Markierungen (MEZ) oder in Kombination mit Schichtanalysen (SZyt). Bei der Exprimation werden Talg- oder Hornmassen aus der Haut ausgedrückt.

  • Stieltupfer-Abstrichzytologie (STZ)

  • Wundgrundzytologie (WGZ)

    Subkrustale EZD (skZyt) und Laser-Perforations-Zytologie (LPZyt).

  • Bürsten-Abstrichzytologie (BZ wie STZ)

  • Fräs-Zytologie (FZ)

  • Abform-Zytologie (AZ)

Zytologische Aufnahmen

Markierungsgestütze EZD
EZD Markierungsgestütze EZD
Pilzsporen PAS-Färbung, Fräszytologisches Präperat
PAS Pilzsporen PAS-Färbung, Fräszytologisches Präperat
Wundgrundzytologie WGZ mit Methylenblau - Färbung
WGZ Wundgrundzytologie WGZ mit Methylenblau - Färbung
IHC Immunhistochemie-Markierung eines PEC
IHC IHC Immunhistochemie-Markierung eines PEC

Zum Hintergrund

Vorwort von Dr. med. Pierre Foss

Liebe interessierte Kolleginnen und Kollegen, ich habe im April / Mai 2021 für die dermatologisch genutzte Zytologie den Begriff „Epidermale zytologische Diagnostik“ (EZD) entwickelt, um die in der Dermatologie sehr vielfältig anwendbare zytologische Diagnostik von den anderen zytologischen fachmedizinischen Anwendungen (Gynäkologie, Urin, Blut usw.) abzugrenzen und auch um mit dem Adjektiv „Epidermale“ klar zu bedenken, dass hiermit, je nach Verfahren und Erkrankungsbild, auch tiefer gelegene Hautschichten analysiert werden können und nicht nur wie bekannt die oberflächliche Hornschicht.

Die Dermatologie ist das Medizinfach, das am visuellsten zugänglich ist und deshalb auch zytologisch exzellent detektiert werden kann. Für meine alltägliche Diagnostik in der niedergelassenen Hautarzt-Praxis ist die EZD unentbehrlich geworden und hat mich vor diagnostischen und therapeutischen Fehlern bewahrt. Vor allem durch die einfache, kostengünstige, schmerzfreie Durchführbarkeit und deren sofortige Auswertbarkeit durch die von Paul Ehrlich 1882 publizierte, untoxische Methylenblau-Färbung ist die EZD zu meinem 2. Auge geworden, das meine Verdachtsdiagnosen bestätigt oder nicht. Die Klinik der Hautveränderungen und deren direkte Vorort-mikroskopische Diagnostik ergänzen sich vollkommen und lassen sich auch gut mit den histologischen Untersuchungen kombinieren. Meiner Meinung nach gehört der dermatologisch genutzten Zyto-Histologie die Zukunft.

Die EZD lässt sich auch gut mit anderen optischen Verfahren wie der Auflichtmikroskopie (als MEZ) kombinieren. Diese Website hat keinesfalls den Anspruch, die EZD komplett darzustellen. Hierzu werden zukünftige Generationen von Wissenschaftlern beitragen. Vor allem aber die neuen histologischen Methoden-Möglichkeiten (Immunhistochemie, PCR, FISH etc.) und auch hochauflösende optische Verfahren (z. B. konfokale Laser-Mikroskopie uam.) werden auch der EZD immer wieder neue Erkenntnisse liefern.

Vielen Dank für Ihr Interesse!
Dr. med. Pierre Foss